Der Fahrdienst Uber breitet sich immer mehr in Berlin aus. Für sein Angebot UberX arbeitet das US-Unternehmen Uber in Berlin jetzt mit dem Limousinenservice RocVin zusammen. Dieser Service hatte bislang vor allem Bundestagsabgeordnete chauffiert. Jetzt stehen mehr als 160 Limousinen bereit, um Kunden durch die Stadt zu fahren. Der Preis für diese Fahrten liegt laut der Uber-Werbung unter dem normalen Taxitarif, aber Achtung:"Bei hoher Nachfrage kann sich der Preis erhöhen", heißt es in der App. Dann wird im Durchschnitt 20 Prozent mehr Fahrgeld verlangt, teilte der Uber-Sprecher Ali Azimi mit.

Uber wendet damit ein dynamisches Fahrpreismodell an, welches anderswo bereits Schlagzeilen gemacht hat. Das Modell nennt sich "Surge Pricing": Bei hoher Nachfrage wie etwa an Feiertagen, bei Großveranstaltungen oder auch bei Unwettern werden die Fahrten teuerer. Damit soll Fahrern, die bei Uber auf eigene Rechnung arbeiten, ein größerer Anreiz geboten werden, an diesen Tagen zu arbeiten. Dieses Modell sorgte 2013 in New York für großen Aufruhr als bei einem Schneesturm der achtfache Preis pro Fahrt berechnet wurde. Die Kunden fühlten sich ausgenommen und beklagten die fehlende Transparenz der Preise.

Laut Uber-Sprecher Ali Azimi sei der Anteil der Fahrten, für die höhere Preise berechnet werden, in Berlin aber sehr gering. Und selbst wenn bei hoher Nachfrage ein Preisaufschlag kalkuliert würde, wären die Preise von UberX immer noch 15 bis 20 Prozent geringer als ein Taxi, erklärt Azimi. Fahrgäste zahlen einen Grundpreis von zwei Euro und pro gefahrenen Kilometer regulär 1,10 Euro, am Wochenende 1,60 Euro. Hinzu kommt ein Zeittarif von 30 Cent pro Minute, der Mindestfahrpreis liegt bei 5 Euro.

Seit Juni 2016 gibt es UberX nun in Berlin, doch Einheimischen ist der Dienst häufig noch unbekannt oder sie bevorzugen weiterhin das klassische Taxi. Laut Azimi ist die Nutzergruppe von UberX eine ganz andere: "Touristen, vor allem aus den USA, aber auch aus China, England und Frankreich, sind eine wichtige Nutzergruppe". RocVin zahlt für jede vermittelte Tour eine Provision.

Die mehr als 200 Beschäftigten des Limousinenservice' können die neue Perspektive gut gebrauchen: RocVin hat jüngst den Auftrag für den Bundestagsfahrdienst verloren. Anfang August übernimmt BW Fuhrpark diese Aufgabe.

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